Das Wassersystem im Wohnmobil: Boiler, Pumpen, Tanks und Co.

by Ihr Good Water-Team

Wer mit dem Wohnmobil auf große Fahrt geht, sollte die Technik an Bord kennen. Wie schnell kann es passieren, dass die Heizung ausfällt oder das Wasser nicht läuft. Meist ist es nur eine Kleinigkeit, die schnell behoben werden kann, wenn man weiß, wie das System aufgebaut ist und funktioniert. 

  1. Das Wassersystem im Wohnmobil einfach erklärt
  2. Die drei Wassertanks im Wohnmobil: Ein Überblick
  3. Die Pumpe für den Wassertank im Wohnmobil
  4. Die Wasserleitung im Wohnmobil
  5. Warmes Wasser durch Boiler in Wohnmobil und Caravan
  6. Wie Sie im Wohnmobil das Wassersystem reinigen

Das Wassersystem im Wohnmobil einfach erklärt

Das Wassersystem im Wohnmobil umfasst alles, womit das Leitungs- oder Trinkwasser in Berührung kommt. In modernen Wohnmobilen und Caravans setzt es sich in der Regel aus diesen vier Komponenten zusammen: 

  • drei Wassertanks
  • einer Tauch- oder Druckpumpe
  • einem wasserführenden Leitungssystem
  • einem Warmwasserbereiter

Die drei Wassertanks im Wohnmobil: Ein Überblick

Neben einem Frischwassertank wird im Wohnmobil ein Abwasser- und ein Fäkalientank benötigt. Der Frischwassertank ist in den meisten Wohnmobilen fest eingebaut und fasst je nach Größe bis zu 200 Liter Frischwasser. Er befindet sich abhängig vom Modell unter dem Spülbecken, im Sitzkasten oder er ist unter dem Wohnmobil angebracht, ist sicher isoliert und meist beheizt. Befüllt wird der Frischwassertank über einen Außenstutzen. Dazu wird ein Schlauch verwendet, der direkt an die Wasserstation auf dem Stellplatz oder dem Campingplatz angeschlossen wird. Zur Reinigung hat der Tank in aller Regel eine weitere, größere Öffnung.

Der Abwassertank, auch Grauwassertank genannt, kann ebenfalls unter dem Wohnmobil verbaut sein. Er nimmt das leicht verschmutzte Wasser aus Spüle, Dusche und Waschbecken auf. Das Abwasser wird über Schläuche zum Abwassertank oder einem Ausguss am Unterboden geleitet. In modernen Caravans ist der Abwassertank fest verbaut. Sobald der Tank voll ist, fahren Sie Ihr Wohnmobil über einen Ausguss auf dem Campingplatz und lassen das Wasser ab.

Neuerdings gibt es auf vielen Campingplätzen spezielle Stellplätze mit einem eigenen Wasseranschluss und einem Abwasser-Ausguss. In diesem Fall können Sie das Abwasser mit einem Schlauch direkt ablassen. Gibt es einmal keine Möglichkeit, den Abwassertank zu leeren oder das Abwasser direkt zu entsorgen, verfügen die meisten Abwassertanks über einen zusätzlichen Hahn, aus dem man das Wasser in mobile Tanks ablassen kann.

Der Fäkalientank ist meist in einem gesonderten Fach untergebracht. Er kann zur Entleerung herausgenommen und an der Entsorgungsstation über einen Ablassstutzen entleert sowie gesäubert werden.

Moderne Kassettentoiletten verfügen über ein Spülsystem, entweder mit einem eigenen Spülwasservorrat oder mit einem Anschluss an den zentralen Frischwassertank. Die Spülung wird über ein Bedienfeld aktiviert, eine Pumpe befördert das Wasser durch das Schlauchsystem des Wohnmobils in eine Spüldüse. 

Die Pumpe für den Wassertank im Wohnmobil

Eine Pumpe leitet das Wasser aus dem Frischwassertank durch ein Leitungssystem in den Warmwasserbereiter und zu Spüle, Dusche, Waschbecken und Toilette. Dabei kommt entweder eine Tauch- oder eine Druckpumpe zum Einsatz. Die Tauchpumpe hängt direkt in dem Tank. Sobald ein Hahn aufgedreht wird, startet ein Mikroschalter die Pumpe. Eine Druckpumpe kann an einer beliebigen Stelle innerhalb des Systems angebracht sein. Sie hält den Druck in den Leitungen konstant. Wird ein Hahn geöffnet, sinkt der Druck und die Pumpe springt an.

Beide Pumpen haben Vor- und Nachteile. Bei einer Druckpumpe können defekte Teile problemlos ausgetauscht werden. Ist das System indes nicht dicht, kann das Wasser überall im Wohnmobil austreten. Experten empfehlen deshalb, die Stromzufuhr für die Druckpumpe durch einen eigenen Hauptschalter zu unterbrechen, wenn Sie das Fahrzeug verlassen. Dann springt die Druckpumpe bei einer defekten oder undichten Leitung nicht an. Die Tauchpumpe dagegen ist manchmal nicht leistungsstark genug, um ausreichend Wasserdruck für die Dusche zu liefern. Auch darf sie keinesfalls trockenlaufen oder überhitzen. 

Die Wasserleitung im Wohnmobil

Die wasserführenden Leitungen werden prinzipiell so verlegt, dass sie leicht zugänglich sind, um undichte Stellen frühzeitig entdecken zu können. Sie sollten es sich zur Gewohnheit machen, sämtliche Leitungen des Wassersystems im Camper regelmäßig auf Lecks zu untersuchen. Die Kaltwasserleitungen sind blau gekennzeichnet, Warmwasserleitungen rot oder farbig. Das Schmutzwasser wird durch Spiral- oder Wellenschläuche direkt über einen Schraubverschluss in den Abwassertank geleitet. Das Spülwasser der Kassettentoilette landet direkt im Fäkalientank.

Warmes Wasser durch Boiler in Wohnmobil und Caravan

Ein Warmwasserbereiter, zum Beispiel ein Boiler, ist im Wohnmobil die Regel. Meist ist das Gerät fest im Wassersystem des Campers integriert. Neben dem klassischen Boiler gibt es Thermen und Kombigeräte. Eine Therme nutzt die vorhandene Heizung

Der klassische Boiler im Wohnmobil hat ein größeres Fassungsvermögen. Er wird mit Strom oder Gas betrieben. Im Boiler befindet sich eine Wärmequelle. Wasser aus dem Frischwassertank, das mit einer eigenen Leitung in den Boiler geleitet wird, kann je nach Modell und Größe auf 70 bis 85 Grad erhitzt und dann ggf. mit einem Mischventil mit Kaltwasser bis zur gewünschten Temperatur gemischt werden. Das Aufheizen dauert natürlich eine gewisse Zeit. Selbst bei Boilern mit einer Booster-Funktion dauert der Heizvorgang immer noch mehr als 20 Minuten.

Bei Kombigeräten ist eine Therme direkt mit dem Heizungssystem verbunden. In der Therme verläuft ein Warmluftrohr, das Wärme an das Wasser abgibt. Wenn die Heizung beispielsweise im Sommer nicht läuft, wird das Wasser in der Therme wie in einem Wasserkocher durch einen elektrischen Heiz-Stab erhitzt.

Wie Sie im Wohnmobil das Wassersystem reinigen

Das Wassersystem im Wohnmobil ist ein komplexes System, das mit Blick auf die Hygiene besonderer Beachtung bedarf. Immer wenn Wasser länger steht, egal ob in einem Tank oder einer Leitung, kann es zu Verunreinigungen durch Keime, Bakterien, Viren und Pilzen kommen. Keime können dabei nicht nur in Warm-, sondern auch in Kaltwasser auftreten.
Deshalb gilt es, im Wohnmobil das Wassersystem zu reinigen, zu desinfizieren und regelmäßig zu überprüfen. Nach jeder Fahrt wird das Wasser aus dem Wassersystem des Campers abgelassen, um Ablagerungen und Schäden zu vermeiden. Für die Reinigung und Desinfektion der Tanks und des wasserführenden Systems bietet GooWaCo eine spezielle Chlordioxid-Fertiglösung an, die unterwegs auch zur Wasseraufbereitung verwendet werden kann. Zu den Einzelheiten der Anwendung beachten Sie bitte die Angaben in der Gebrauchsanweisung. Die GooWaCo-Chlordioxid-Fertiglösung beseitigt Algen, Bakterien, Pilze und Viren und sorgt für ein hygienisch sauberes Wassersystem.

Um Wasser während der Reise haltbar zu machen, bietet sich das Silbernetz von GooWaCo an. Es besteht aus hauchdünnen Silberfäden, die bei Kontakt mit Wasser Silberionen abgeben und so das Wasser für bis zu einem Jahr frisch und keimfrei halten.

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Jetzt anschauen!Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.


Für Camper bietet GooWaCo der Spezialist für Wasseraufbereitung eine Kombipackung aus Silbernetz und Desinfektionslösung an. Der 20 Liter-Wasserkanister mit Ablasshahn und Deckel ist ebenfalls in Verbindung mit einem Silbernetz erhältlich. Er eignet sich zur Trinkwasservorratshaltung für zu Hause und unterwegs. Sicherheitshalber sollten Sie immer mindestens einen weiteren mobilen Wassertank mitführen, um im Notfall Wasser nachtanken zu können.

 

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