Krankheitserreger im Urlaub – Diese Risiken bergen Bakterien im Wasser

by Ihr Good Water-Team

Ein schneller Schluck aus dem Wasserhahn, beim Duschen oder beim Zubereiten von Speisen – das Wasser aus dem Wassertank eines Wohnmobils wird im Urlaub viel und häufig genutzt. Was in den eigenen vier Wänden selbstverständlich ist und kein Problem darstellt, ist beim Reisen mit dem Wohnmobil oder dem Boot ein Aspekt, der vor der Reise stets berücksichtigt werden sollte.

  1. Wasserverunreinigung: So schnell bilden sich Bakterien, Keime und Co
  2. Pathogene Keime im Wasser
  3. Legionellen im Trinkwasser
  4. Was sind Legionellen?
  5. Legionärskrankheit auch in Deutschland keine Seltenheit
  6. Kolibakterien im Trinkwasser
  7. Was tun bei Kolibakterien im Wasser?
  8. E Coli EHEC für den Menschen sehr infektiös
  9. Enterokokken im Trinkwasser: Gefahr für immungeschwächte Menschen
  10. Wie gefährlich sind Enterokokken?
  11. Pseudomonaden im Trinkwasser
  12. Wie gelangen Pseudomonas Aeruginosa in das Trinkwasser?

Baketrien im Wasser

Wasserverunreinigung: So schnell bilden sich Bakterien, Keime und Co

Viele Camper unterschätzen die Tatsache, dass deponiertes Trinkwasser nicht gleich sauberes Trinkwasser ist. In einem feuchten und dunklen Wassertank können sich schnell Keime im Wasser ansiedeln und ausbreiten. Ein Biofilm im Tank oder der Leitung bietet Erregern wie Legionellen, Enterokokken und Kolibakterien ideale Voraussetzungen. Hier können sie sich vermehren und leicht über das gesamte System erstrecken. So geht ein erheblicher Teil der Reisekrankheiten auf verunreinigtes Wasser zurück.

 

Pathogene Keime im Wasser

Keime mit krankmachenden Eigenschaften werden in der Medizin, Hygiene oder Mikrobiologie „pathogene Keime“ oder Erreger genannt. Gemeint sind damit Mikroorganismen wie z.B. bestimmte Bakterien, Hefen und Mikropilze, deren Gehalt in Lebensmitteln wie Wasser zu Lebensmittelvergiftungen bzw. Lebensmittelinfektionen führen. Pathogene Erreger/ Keime verursachen von sich aus Krankheiten. Fakultativ pathogene Erreger verursachen nur bei immungeschwächten Personen oder solchen mit anderen körperlichen Defiziten Krankheiten.

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Da die mikrobiologische Belastung des Wassers in der Einheit Gesamtkeimzahl KbE (koloniebildende Einheiten) gemessen wird, wird die Pathogenität der Keime an der Konzentration der KbE je 100 ml Wasser ermittelt. Das sagt aus, ab wie viel KbE je pathogenen Keim es zu einem Krankheitsausbruch kommen kann.

Legionellen im Trinkwasser

Wassertemperaturen von 25 bis 45 Grad Celsius bieten Legionellen beste Voraussetzungen für die Vermehrung. Die wassergängigen Bakterien finden in Wasserleitungen und stagnierendem Wasser wie in Schläuchen und Wassertanks, aber auch in Duschköpfen und sonstigen Armaturen, vor allem im Sommer, gute Bedingungen sich zu vermehren.

 Was sind Legionellen?

Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die bei Menschen vielerlei Krankheitsbilder verursachen. Der Erreger wird durch zerstäubtes Wasser übertragen. Sobald feine, keimbelastete Wassertropfen als Aerosole eingeatmet werden, droht die Legionärskrankheit – eine lebensgefährliche Lungenentzündung mit Husten, hohem Fieber, Schüttelfrost und schwerem Krankheitsverlauf. Auch für das grippeähnliche Pontiac-Fieber sind die Erreger verantwortlich.

 

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Legionärskrankheit auch in Deutschland keine Seltenheit

Fälle von Legionärskrankheit kommen weltweit vor. Deutschland liegt mit einer Meldeinzidenz von 1,7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner (2018) leicht unter dem aktuellen europäischen Durchschnitt von 1,8 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Da nicht alle Lungenentzündungen auf eine Legionellen-Infektion getestet werden, ist von einer wesentlich höheren Dunkelziffer der Erkrankungen und Sterbefälle auszugehen.

 Aus Studieninformationen wird die tatsächliche Inzidenz nicht-Krankenhaus-assoziierter Fälle von Legionärskrankheit auf etwa 18 bis 36 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner geschätzt.[1]

Kolibakterien im Trinkwasser

Jeder Mensch trägt coliforme Keime im Darm. Dort leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verdauung. Durch mangelnde Hygiene oder eine schlechte Wasseraufbereitung können sie ins Trinkwasser geraten. In ländlichen Gebieten können die Bakterien über Tierkot das Grundwasser verseuchen. Trinkt man das belastete Wasser, kann es zu Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden kommen.

Was tun bei Kolibakterien im Wasser?

Coliforme Keime zeigen allgemeine Mängel in der Wasseraufbereitung, der Sauberkeit im Umgang mit Wasser oder im Leitungsnetz an. Werden coliforme Keime im Wasser gefunden, ist es erforderlich, die Ursache aufzuklären und Maßnahmen einzuleiten, welche die Quellen der coliformen Keime beseitigen, um sicherzustellen, dass das Wasser hygienisch einwandfrei ist.. Im Rahmen der Ursachenaufklärung und um sicher zu sein, dass keine Krankheitserreger im Trinkwasser vorhanden sind, sind aufgefundene coliforme Keime weiter zu untersuchen – insbesondere Escherichia Coli und Enterokokken sollten näher untersucht werden.

E Coli EHEC für den Menschen sehr infektiös

EHEC ist ein E Coli Bakterium und mit Keimzahlen von unter 100 KbE hoch pathogen.

Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) kommen natürlicherweise im Darm von Wiederkäuern vor und werden mit dem Kot der Tiere ausgeschieden. Sie können direkt oder indirekt vom Tier auf den Menschen übertragen werden und Krankheiten auslösen. Somit gehören sie zu den zoonotischen Krankheitserregern.

EHEC-Infektionen treten weltweit auf. In Deutschland werden durchschnittlich pro Jahr etwa 900 Erkrankungen gemeldet, die durch EHEC-Bakterien ausgelöst werden. EHEC-Infektionen können mit einem schweren Krankheitsverlauf verbunden sein und zu lebenslangen Spätschäden wie beispielsweise Bluthochdruck oder Niereninsuffizienz mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen. Daher gehören EHEC-Bakterien zu den bedeutendsten Ursachen für bakterielle Infektionen, die über Lebensmittel übertragen werden können.[2]

Enterokokken im Trinkwasser: Gefahr für immungeschwächte Menschen

Enterokokken sind Bakterien, die normalerweise im menschlichen Körper, bei Tieren und in einigen tierischen Lebensmitteln vorkommen. Da sich Enterokokken nicht im Wasser vermehren, gelangen sie meist von außen durch fäkale Verunreinigungen ins Trinkwasser. Wenn diese Bakterien im Wasser auftreten, weist dies auf örtliche hygienische Probleme hin, wie beispielsweise schlecht gewartete Wasserleitungen, zu alte Abwasserkanäle oder zu geringer Wasserdurchlauf im Netz.

Wie gefährlich sind Enterokokken?

Etwa 25 verschiedene Enterokokken-Arten sind bekannt, wie so oft bei den Bakterien sind jedoch nicht alle Arten schädlich. Einige jener Enterokokkenarten, die im Darm von Menschen, Säugetieren und Vögeln leben, können trotzdem gefährlich werden. Gelangen sie mit den Ausscheidungen ins Trinkwasser, drohen vor allem immunschwachen Personen schwere Erkrankungen. Blutvergiftung, Herzbeutelentzündungen und Harnwegsinfektionen sind möglich.

Pseudomonaden im Trinkwasser

Pseudomonaden sind Umweltbakterien, die in nahezu jeder feuchten Umgebung vorkommen. Das Immunsystem eines gesunden Erwachsenen wird meist mit den Erregern fertig. Doch gelangen die Bakterien bei der Körperpflege oder dem Händewaschen in offene Wunden auf der Haut, ins Auge oder ins Ohr, kann dies eine Infektion zur Folge haben.

Wie gelangen Pseudomonas Aeruginosa in das Trinkwasser?

Die Ursachen für das Auftreten von Pseudomonas im Trinkwasser sind vielfältig. Da sich die Erreger bereits im Grundwasser befinden, wird dies von Wasserwerken entkeimt und aufbereitet. Trotzdem kann das Wasser nachträglich wieder kontaminiert werden. Bei Eingriffen in das Trinkwasser-Leitungsnetz können die Bakterien ins Wasser gelangen oder durch den Einbau einer hygienisch belasteten Wasseruhr. Pseudomonas besitzen nur geringe Nährstoffansprüche und können sich in einem breiten Temperaturbereich ausbreiten.

 

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[1] https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Legionellose.html

[2] Bundesinstitut für Risikobewertung https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/ehec___enterohaemorrhagische_escherichia_coli-5233.html

 

 

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