Legionellen im Trinkwasser: Das müssen Sie wissen

by Ihr Good Water-Team

Sie können die gefürchtete Legionärskrankheit und das Pontiac-Fieber verursachen: Legionellen! Auch wenn sie in geringen Mengen in jedem Wasser vorkommen, vermehren sie sich in lange in den Leitungen stehendem, warmem Wasser rasant. Was es mit Legionellen auf sich hat und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

  1. Was sind Legionellen?
  2. Wie entstehen Legionellen in den Leitungen?
  3. Wie gefährlich sind Legionellen?
  4. Legionellen im Trinkwasser, was ist zu tun?
  5. Maßnahmen gegen Legionellen: Wasserführende Elemente reinigen und desinfizieren
  6. Wasser konservieren und vor Legionellen schützen

Was sind Legionellen?

Legionellen sind stäbchenförmige, nicht porenbildende, bewegliche Bakterien. Sie leben wie die meisten Mikroorganismen im Wasser, bevorzugt in lange stehendem Süßwasser. Bei Temperaturen von 25 bis 50 Grad Celsius fühlen sie sich wohl. Bleibt zwischen 30 und 45 Grad warmes Wasser längere Zeit in den Leitungen stehen, vermehren sie sich besonders stark. Ist das Wasser über 50 Grad warm, können sich die Bakterien nicht mehr vermehren und ab 60 Grad sterben sie schließlich ab.

Legionellen-Wasser

Hintergrund: Legionellen gehören zu den pathogenen Bakterien, das heißt, sie können für den Menschen bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte gesundheitsschädlich werden. Ihren Namen haben die Bakterien von einer Zusammenkunft von Legionären in Philadelphia im Jahr 1976. Über 200 der 4400 Gäste erkrankten nach dem Treffen scheinbar an Lungenentzündung. Auf der Suche nach der Ursache für die vermehrten Krankheitsfälle wurden die Mediziner schließlich in der Klimaanlage des Tagungshotels fündig. Sie entdeckten einen neuartigen Erreger und nannten ihn Legionella pneumophila. Inzwischen wurden etliche Unterarten der Gattung Legionella gefunden. Sie werden durch zerstäubtes oder vernebeltes Wasser übertragen, wie es beispielsweise aus Duschköpfen kommt.

Wie entstehen Legionellen in den Leitungen?

Legionellen sind in jedem Wasser vorhanden, jedoch in einer für den gesunden Menschen ungefährlichen Konzentration. Sie kommen also bereits mit dem Trinkwasser in die Wasserleitungen. Dort finden sämtliche Keime und Bakterien wie die Legionelle durch Ablagerungen, die sich im Laufe der Zeit in den Leitungen, Rohren und Tanks bilden, einen optimalen Nährboden für die Vermehrung. Die Ablagerungen bestehen aus Kalk und anderen Partikeln, die im Wasser vorkommen. Auch nisten sich sogenannte Pionierorganismen in den Poren von Oberflächen ein, die als Grundlage für weitere Keime und Bakterien dienen.

Bleiben die Mikroorganismen längere Zeit im Leitungssystem stehen, können sie eine krankmachende Konzentration erreichen. Die Vermehrung von Bakterien und Keimen in den Wasserleitungen beginnt bereits nach acht Stunden. Speziell Legionellen vermehren sich in warmem Wasser zwischen 30 und 45 Grad rasant. Also ausgerechnet in dem Wasser, das beispielsweise beim Duschen in feinsten Tröpfchen aus der Leitung kommt,die dann vom Menschen eingeatmet werden.

Legionellen nisten sich bevorzugt in Warmwassertanks in Einfamilienhäusern ein, können aber bspw. auch in Klimaanlagen und Luftreinigern vorkommen.

Wie gefährlich sind Legionellen?

Die Legionärskrankheit, in der Fachsprache Legionellose genannt, geht in schweren Fällen mit hohem Fieber und Atemnot einher. Vereinzelt kann es auch zu Übelkeit, Durchfall, Gleichgewichtsstörungen und extremen Kopfschmerzen kommen. Die Symptome zeigen sich nach etwa zwei bis vier Tagen nach der Ansteckung. Die Erkrankung ist mit Antibiotika-Gabe gut behandelbar. In den meisten Fällen ähnelt die Legionellose aber den Symptomen einer normalen Grippe.
Neben der Legionärskrankheit können Legionellen auch das sogenannte Pontiac-Fieber verursachen. Es ähnelt einem grippalen Infekt und macht sich durch Husten, Muskelschmerzen und Fieber bemerkbar. Die Symptome verschwinden in der Regel nach wenigen Tagen ohne Behandlung.

 

Legionellen im Trinkwasser, was ist zu tun?

Der Grenzwert für Legionellen im Trinkwasser liegt nach der Trinkwasserverordnung bei 100 KbE (kolonienbildende Einheit) je 100 Milliliter Wasser. Wird dieser Grenzwert überschritten, besteht Handlungsbedarf, insbesondere müssen ggf. eine Meldung gegenüber dem Gesundheitsamt und/oder weitere Untersuchungen erfolgen.  

Eine Überschreitung des Grenzwertes kann schon durch einfache Maßnahmen verhindert werden. Dazu zählen:

  • Kontrollen durch Wassertests
  • Reinigung von Tanks, Duschköpfen und Wasserhähnen
  • Desinfektion von Tanks und Leitungen
  • Konservieren des Wassers

Regelmäßige Kontrollen durch Wassertests

Je schneller eine Legionellen-Besiedlung in Ihrer Wasserinstallation gefunden wird, umso einfacher ist die Beseitigung. Deshalb sollten Sie - unabhängig von einer etwaigen gesetzlichen Verpflichtung nach der Trinkwasserverordnung, für deren Erfüllung die Trinkwasserverordnung spezifische Vorgaben macht - die Wasserqualität in Ihrem Haus mindestens einmal im Jahr durch einen Wassertest kontrollieren, um einem Legionellenbefall möglichst schnell entgegenwirken zu können. Dafür stehen unterschiedliche Schnelltests zur Verfügung. Mit den Teststreifen aus der Apotheke sind Keimbelastungen jedoch nicht nachweisbar. Die zeigen sich in der Regel erst in der Petrischale.

Mit einem Wassertest entsteht Gewissheit. Prüfen Sie Ihr Wasser bei Verdacht auf übermäßige Bakterienkonzentration.

Jetzt anschauen!

Der Schnelltest von GooWaCo besteht aus einer Petrischale, Probenbehälter und Einfüllspritze, sodass es bei der Probenentnahme nicht zu einer ungewollten Verunreinigung kommen kann. Sind Keime im Leitungswasser vorhanden, wachsen sie in der Petrischale heran und können dann genauer bestimmt werden.

 

Maßnahmen gegen Legionellen: Wasserführende Elemente reinigen und desinfizieren

Duschköpfe und Wasserhähne lassen sich problemlos sauber halten. Schwieriger wird das schon mit Wassertanks, die in vielen Einfamilienhäusern im Keller stehen. Auch die Reinigung des Wasserleitungssystems ist naturgemäß aufwendig und bedarf einer Fachfirma. Sie spült die Leitungen z.B. mittels Sand oder Druckluft. Um Kalk und Ablagerungen zu beseitigen, wird eine Reinigungslösung in die Leitungen gespritzt. Diese Prozedur ist indes nur bei massivem Befall erforderlich. Üblicherweise reicht es aus, die Leitungen einfach durch Aufdrehen der Wasserhähne zu spülen. Das durchlaufende Wasser nimmt Ablagerungen mit und spült so die Leitungen frei. Insbesondere nach längerer Abwesenheit sollten Sie sämtliche Wasserleitungen gründlich spülen.

Für die Warmwasserleitungen bietet es sich an, das Wasser immer erst eine Weile laufen zu lassen, ehe Sie es verwenden. GooWaCo empfiehlt eine Durchlaufzeit von mindestens 30 Sekunden. Zusätzlich können Sie die Wassertemperatur für einen Reinigungsvorgang auf über 60 Grad einstellen, um speziell Legionellen abzutöten.

Wasser konservieren und vor Legionellen schützen

Wasser in Tanks kann durch die Silbermatte von GooWaCo für maximal ein Jahr haltbar gemacht werden. Das Netz aus ultrafeinen Silberfäden wird in den Tank eingelegt. Kommen die Fäden mit Wasser in Kontakt, setzen sie Silberionen frei, die Keime und Bakterien an einer weiteren Vermehrung hindern und auch die Keime an Leitungen und Entnahmestellen keimfrei reduzieren.
Die spezielle Silbermatte wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern für die Konservierung von Trinkwasser entwickelt. Sie ist für Edelstahl- oder Kunststofftanks bis 240 Liter erhältlich und eignet sich bis zu diesem Volumen auch für Wasserkanister, Wasserspender und Trinkbrunnen.

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